Erfolgsgeschichte

Viviane Garber: Von der Flugbegleiterin zur Fahrlehrerin

Viviane wagte als Mama einer 4-jährigen Tochter den Schritt zur Fahrlehrerin – mit Erfolg.

Wer bist du und seit wann arbeitest du als Fahrlehrerin?

Viviane Garber, 37 Jahre alt, Mama einer 4-jährigen Tochter und arbeite als Fahrlehrerin seit dem 04. Oktober 2025. Ich bin also Anwärterin.


Wie sah dein Leben vor dem Fahrlehrerin-Sein aus?

Ich bin gelernte Medizinische Fachangestellte und war zuletzt im Büro einer Fahrschule tätig. Davor habe ich auch andere Tätigkeiten ausgeübt – zum Beispiel im operativen Einkauf und als Flugbegleiterin. Ein ganz normales Berufsleben eben, und nebenbei Mama.


Warum bist du Fahrlehrerin geworden?

Die Inspiration kam von meinem Partner. Durch das Fahrschulbüro war ich im Alltag schon ganz nah dran. Nach der Elternzeit habe ich mich gefragt: Was mache ich jetzt? Das Fahrschulbüro war mein Einstieg in die Fahrlehrer-Welt. Ich habe die Erfolge der Fahrschüler miterlebt und dieses Gefühl, wenn am Ende wirklich jemand Autofahren konnte – das hat mich absolut begeistert. Von 0 auf 100!


Was hat sich konkret für dich verbessert?

Ich bin viel zufriedener geworden, weil der Beruf so viel Flexibilität mitbringt – gerade als Mama. Genug Zeit für meine Tochter zu haben, ist mir unglaublich wichtig und unersetzbar. Auch wenn die Ausbildung anstrengend war, hat sich der Weg mehr als gelohnt! Ich bin heute viel ausgeglichener als vorher. Früher war mein Alltag eintönig, heute arbeite ich selbstständig und habe ein Gefühl von Freiheit.


Welche Ergebnisse oder Erfolge kannst du heute nennen?

Das Bestehen meiner Prüfungen – sowohl die fahrpraktische als auch die Fachkundeprüfung. Darauf bin ich sehr stolz, weil ich super Ergebnisse erzielt habe: Note 1 in Pädagogik! Und das trotz eines herausfordernden Alltags während des Lehrgangs. Schon jetzt in der Anwärterzeit bin ich stolz auf jeden bestandenen Fahrschüler und die immer wiederkehrenden Erfolgserlebnisse.


Was bedeutet für dich der Beruf als Fahrlehrerin?

Mir liegt besonders am Herzen, junge Fahrer zu sensibilisieren und aufzuzeigen, welche Gefahren im Straßenverkehr herrschen – und diese dann entsprechend anzusprechen und aufzuarbeiten, damit sie möglichst gar nicht erst entstehen. Ich komme aus dem Bergischen Land, und dort ist Mobilität einfach nochmal anders als in der Stadt. Deshalb finde ich es besonders wichtig, über diese Themen zu sprechen. Mein Lieblingsthema ist daher auch Thema 12: „Lebenslanges Lernen".


Worauf bist du besonders stolz?

Besonders auf meine erste Fahrschülerin. Sie hatte große Angst vor den Prüfungen und vorm Autofahren. Die Gefahren waren so präsent in ihrem Bewusstsein, dass das Ausbilden schwer war. Durch mentale Unterstützung und eine ruhige Art habe ich sie schließlich bis zum Führerschein begleiten können. An die erste Fahrschülerin erinnert man sich immer – und ist stolz darauf.


Was würdest du anderen Menschen raten, die Fahrlehrerin werden wollen?

Bevor man sich für den Beruf entscheidet, sollte man auf jeden Fall ein kleines Praktikum machen. Den Beruf darf man definitiv nicht unterschätzen – er verlangt einem einiges ab. Einfach nur danebensitzen und die Richtung ansagen ist es nicht. Es steckt sehr viel dahinter und fordert einen mental jeden Tag.

Disziplin und Organisation sind in der Ausbildung besonders wichtig. Dranbleiben ist das A und O. Selbst wenn zwischendurch mal die Lust fehlt: sich trotzdem hinsetzen und weitermachen ist entscheidend. Mir hat besonders geholfen, mich mit anderen zusammen zu motivieren und auszutauschen.

„Ja, ist ja noch Zeit" – dieser Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, weil er einfach nicht stimmt. Der viele Inhalt muss kontinuierlich gelernt werden, sonst bleibt man am Ende auf der Strecke.


Eigene Anmerkungen

Es ist ein toller Job – Do it!